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MYTHOS PAARTHERAPIE

WARUM PAARTHERAPIE OFT NICHTS BRINGT

Zwei Hauptgründe stehen im Vordegrund:

1. Zu tiefe Therapiefrequenz
Stellen Sie sich vor, Sie haben akut Rückenschmerzen, Ihre Beweglichkeit ist massiv eingeschränkt oder Sie sind gar blockiert. Sie gehen zum Arzt, er behandelt Sie mit Schmerzmitteln, einer Spritze, manualtherapeutisch, wie auch immer. Bei der Verabschiedung schlägt er einen Nach-sorgetermin in vier oder fünf Wochen vor. Wie reagieren Sie?
Genau, Sie fühlen sich unverstanden, nicht ernst genommen oder denken, „wahrscheinlich hat er es nicht nötig...!“
Genau dies berichten aber viele Paare in meiner Sprechstunde von ihren paartherapeutischen Erlebnissen, vor allem wenn die angestammte Paarbeziehung durch eine deklarierte oder aufgeflogene Aussen-beziehung gestört oder gar akut bedroht ist oder wenn jemand der Partner ernsthafte Trennungsabsichten äussert. Der eine, „bleibende“ der beiden erleidet starke seelische Schmerzen. Bloss: Wodurch unterscheidet sich ein solcher von einem körperlichen Schmerz? Oder anders gefragt: Können Sie spontan die Frage beantworten, was schlimmer ist: Die Sprache oder das Gehör zu verlieren?
Zudem: In jeder Sitzung braucht es einen Moment, um wieder in der Therapie anzukommen. Kaum sind die Partner „warm“ gelaufen, ist die Sitzung vorbei, es wartet wieder der banale Alltag, der nächste Termin, die nächsten Probleme, Ausweichmöglichkeiten.

2. Gute Miene zum bösen Spiel
Einer der beiden Partner will (fast) zu jedem Preis aus der Beziehung raus, was auch immer die Gründe sein mögen und kommt wegen des „schlechten Gewissens“ oder „aus Anstand“ in eine solche Therapie und kann sie unterlaufen, ohne sich gross äussern zu müssen. Nach wenigen teuren Sitzungen wird die Therapie dann abgebrochen, weil auch der andere Partner, zähneknirschend zwar, findet, dass „es nichts bringt“ und „schade um's Geld ist!“.

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